Weingut und Weinstube Schmid in Ballrechten (Markgräfler Land)


Das Schmid’sche Anwesen in der Weinstraße in Ballrechten kann auf eine lange, traditionsreiche Geschichte blicken. Schon um 1800 wurde der Gutshof errichtet. Der Gutshof gehörte ehedem zum Kloster St. Trudpert und wird bereits 1316 im Tennenbacher Güterbuch als Lehensgut dieses Klosters erwähnt.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörte der Hof dem aus Grunern stammenden Franz Josef Riesterer (1826–1908), von Beruf Ökonom und 36 Jahre Bürgermeister von Ballrechten.

Durch den frühen Tod des Sohnes wurde die Leitung des Anwesens dem Großneffen Josef Wilhelm Schmid aus Tunsel anvertraut, der ein überaus begabter Landwirt war. Seither liegt das Schicksal des Gutes bei der Familie Schmid in guten Händen.

1935 übernimmt Joseph Schmid (1907–1968) mit seiner Frau Lydia (1913–1989) den Hof. Noch im Dezember 1936 stellt Josef Schmid einen Antrag an das Bürgermeisteramt Ballrechten um Erteilung der Konzession für den Weinhandel, die er auch erhält. 1947 pflanzt er den ersten Müller-Thurgau (Riesling–Silvaner) an. Bis dahin standen nur Gutedel und etwas Silvaner im Anbau.


Im Jahre 1952 können die Eheleute Schmid die Geburt ihres siebten Kindes feiern. Die Namen der Kinder sind: Elisabeth, Barbara, Klara, Josef Emil, Gertrud, Emma Pauline und Paul.

Zu den Kindern gesellen sich auch neue Weinsorten: Ruländer und Gewürztraminer. Um 1960 beginnt die Anpflanzung von Gelbem Muskateller, was die Aufgeschlossenheit im Hause Schmid wieder einmal unter Beweis stellt.

1964 folgt der rote Spätburgunder, der erst als Weißherbst aber ab 1969 auch als Rotwein ausgebaut wird. Der Anbau von Riesling datiert 1983. Josef und Lydia Schmid eröffnen 1962 zum vorhandenen Weingut eine Weinstube.


Seit 1966 gibt es die allseits bekannten Hähnchenspezialitäten.
Dadurch wurde der Name Hähnle-Schmid publik.
Die Hähnchen stammen aus freier Aufzucht – freilaufend – und werden in vielerlei leckeren Variationen angeboten.

Brat- und Räucherhähnchen, Hahn in Rieslingssauce, Hähnchenkeule in Rosmarienschaum, frische Geflügelleber mit Rösti oder gefüllte Hähnchenbrust und Winzerfondue. Aber auch zünftige Vesper, selbstgebackenes Brot, regionale Küche und vegetarische Speisen sind in der reichhaltigen Speisekarte zu finden. Im Ausschank befindet sich die gesamte Palette der gutseigenen Weine.



1996 kann Jubiläum gefeiert werden: 30 Jahre hauseigene Hähnchenaufzucht. Ein eigens eingerichteter Weinprobier-
und Verkaufsraum bietet jedem Weinfreund Gelegenheit zum Verkosten und fachkundigem Gespräch. Familie Schmid baut ausschließlich eigenes Lesegut der Einzellage Castellberg aus. Die hauseigene Brennerei bietet Schnäpse vom Hefeschnaps bis zum Himbeergeist und Marc vom Spätburgunder, nach alter Tradition gebrannt.

Noch heute, nach dem die Kinder die hauseigenen Traditionen weiter führen, spürt jeder Gast die Herzlichkeit der Familie und die Sorgfältigkeit mit der alle Speisen und Getränke erzeugt und zubereitet werden.